Wie Du lernst, liebenswürdig mit Dir umzugehen

liebenswürdig

Im letzten Beitrag hatte ich darüber geschrieben, wie unsinnig Selbstkritik ist. Wenn Du Dich immer nur kritisierst, wie willst Du dann eine liebenswerte Beziehung mit Dir führen, die auf Toleranz und Liebe aufgebaut ist?

Liebenswürdig zu sich selbst zu sein bedeutet nicht, dass man gemachte Fehler einfach ignoriert und nicht genau hinsieht, das wäre nicht richtig, denn aus nichts kann man besser lernen, aus den eigenen Fehlern.

Kinder gehen liebenswürdig mit sich um

Ein Kind, das aus einer bestimmten Höhe fällt, weil es unachtsam war, wird beim nächsten Mal vorsichtiger sein.

Es wird aber nicht auf die Idee kommen, sich dafür zu verurteilen, dass es so weit nach oben geklettert ist.

Kinder kennen die Strategie nicht, sich selbst zu verurteilen, sie lernen einfach.

Nun ist es mit unserer inneren Stimme ja so, dass sie gerne einfach drauflos plappert, ohne Punkt und Komma, und auch noch sehr bestimmend.

Das kann uns verletzen, weil wir das, was die Stimme uns sagt, uns genau da treffen kann, wo wir leicht verwundbar sind.

Die Stimme will uns beschützen, wählt dabei aber nicht immer die geeigneten Worte, weil sie es nicht gewohnt ist, anders mit uns zu sprechen.

Deshalb möchte ich Dir nun eine Strategie vorstellen, wie Du mit Deinem inneren Kritiker anders umgehen kannst.

Es ist leicht und läuft meist automatisch ab, dass wir dazu neigen, uns selber Vorwürfe zu machen.

Unsere innere Stimme folgt einer Gewohnheit

Das ist die Gewohnheit.

Du kannst Sie Dir wie ein Computerprogramm vorstellen, dass im Hintergrund abläuft, plötzlich poppt es auf und meldet sich zu Wort.

Die Kunst ist, genau das zu bemerken, festzustellen, dass es wieder soweit ist, dass das Programm “Innerer Kritiker” oder wie auch immer Du es nennen magst, angesprungen ist.

Das ist eine Form der Achtsamkeit.

Es wäre nicht hilfreich, die innere Stimme jetzt anzuprangern, denn eigentlich will sie ja nur Dein Bestes und ist besorgt um Dich.

Du könntest Deiner Stimme danken, zum Beispiel mit den Worten: “Danke, dass Du mich darauf hinweist, aber ich kriege das hin.” Oder auch: “Ich weiß, dass die Situation herausfordernd ist, aber ich bin mir sicher, dass ich dafür eine Lösung finden werde”

Wenn Du liebenswürdig mit Dir umgehst, sind andere Dinge möglich

Es hilft Dinge einmal anders zu machen, und liebenswürdig mit sich umzugehen ist anders, als sich Vorwürfe zu machen, oder schlecht über sich selbst zu denken.

So wird der Raum geschaffen, lösungsorientiert auf die Dinge zu blicken.

Dadurch wechselt die Perspektive, und Du bist nicht Dein Kritiker, sondern ein guter Freund, unter Umständen sogar ein richtig guter Freund und vielleicht sogar Dein bester Freund.

Jemand, der Dir selbst mit Rat und Tat zur Seite steht.

Der Dich auch einmal tröstet, wenn die Dinge nicht so laufen, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Liebevoll und konstruktiv.

Wenn sich Deine innere kritische Stimme das nächste Mal wieder meldet, kannst Du einfach ein paar tiefe Atemzüge nehmen, der Stimme danken und ein liebenswürdig zu Dir selbst sein.

Wie ich oben bereits geschrieben habe, dann sind auf einmal ganz andere Dinge möglich, weil der Fokus nicht mehr darauf liegt, was Du nicht gut gemacht hast, sondern was Du daraus lernen kannst.

Und das, wird Dir helfen weiter zu wachsen.

Ich wende diese Methode auch bei mir selbst an, und ich fahre sehr gut damit.

Das wünsche ich Dir auch.

Die besten Grüße und viel Erfolg beim Ausprobieren

Dein Michael

Nachhaltige Veränderung funktioniert dann, wenn wir dafür von uns selbst ein klares “JA” haben und wir mit unseren Zielen im Einklang sind. Dazu gehört auch Mut und der Wille, die eigene Komfortzone zu verlassen. Mein Name ist Michael und ich arbeite als Life- und Business Coach (IHK).

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