Arbeitspause

Wie Du einen gesunden Egoismus entwickelst, und sich Dein Leben dadurch schlagartig verbessern wird

23.11.2016 / Veröffentlicht in Blog, Selbstwertgefühl stärken

Da ist es wieder, das schlimme Wort Egoismus.

Ich bin ein bekennender Egoist, im positiven Sinne.

Das Wort Egoismus ist bekanntlich mit negativen Assoziationen behaftet, ich spreche lieber von Selbstgefühl.

Der Einfachheit halber belasse ich es in diesem Artikel aber bei dem Begriff Egoismus, schlicht, weil er greifbarer ist.

Was ich mit positivem Egoismus meine (Selbstgefühl) wirst Du in den nächsten Momenten erfahren.

Aber zunächst möchte ich Dir eine Frage stellen: Wie ist es mit Dir?

Und deinem positiven Egoismus / Selbstgefühl?

Es gibt Menschen, die sich zur Aufgabe gemacht haben ausschließlich für andere da zu sein.

Natürlich ist es schön, anderen Menschen zu helfen, für sie da zu sein, ungünstig nur, wenn Du Dich dabei selbst vergisst.

Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es uns gut geht.

Denn wenn es uns gut geht, dann können wir auch zu anderen gut sein.

Das hat mit Selbstfürsorge zu tun.

Mit Selbstschutz.

Niemand hat etwas davon, wenn Du aufoperungsvoll hilfst, ständig, über Deine Kräfte hinaus, und irgendwann erschöpft zusammenbrichst.

Wirklich nicht.

Niemand.

Egoismus ist nichts Schlechtes

Der Begriff Egoismus wird meist mit negativem Bezug verwendet.

Und das ist oft so unfair.

Denn das besagt nur, dass sich jemand vernachlässigt oder nicht gesehen fühlt, während Du dafür sorgst, dass es Dir gut geht.

Man könnte auch sagen, dass der Vorwurf egoistisch zu sein, im höchsten Maße egoistisch ist.

Es ist so: Nur, wenn Du es schaffst auf Dich und Deine eigenen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen, und danach zu leben, sorgst Du dafür, dass Du auf Dich achtest.

Auf Deine Bedürfnisse.

Und Deine Sehnsüchte.

Um ihnen gerecht zu werden.

Ich behaupte egoistisch zu sein, ist wichtig für jeden von uns.

Doch wie schaffst Du es, einen gesunden Egoismus zu entwickeln?

So wurde ich zum Egoisten

Ich habe es mir angewöhnt, bei jedem Anliegen, dass an mich herangetragen wird, zunächst auf mein spontanes Bauchgefühl zu hören.

Das war nicht immer so.

Heute warte ich gespannt, was mir mein Bauchgefühl mitteilt.

  • Erhalte ich Zustimmung?
  • Oder ist da ein Zweifel? Ein Grummeln? Ein Zucken? War da was?
  • Vielleicht sogar totale Ablehnung?

Wenn mich etwas bewegt und es keine Zweifel gibt, dann gebe ich meine Zustimmung.

Aber nicht schlagartig.

Ich lasse in den meisten Fällen nicht alles stehen und liegen, sondern versuche durch Fragen zu verstehen, was genau das Anliegen meines Gegenübers ist.

Wie meine Rolle und meine Aufgabe ganz konkret aussehen.

Passt alles für mich, dann gebe ich meine Zustimmung.

Zeigt sich ein Zweifel, räume ich mir das Recht ein, unsicher zu sein, dann bitte ich um Bedenkzeit.

Niemand wird es Dir übel nehmen, die Sache erst einmal zu überdenken.

Und zeigt sich totale Ablehnung, mein Bauchgefühl ist da sehr stark, dann lehne ich das Anliegen wertschätzend, aber bestimmt ab.

Dann ist das nichts für mich, denn dann geraten meine eigene Grenzen in Gefahr.

Sei egoistisch, gewähre Dir Zeit

Meine Erfahrung mit dieser Vorgehensweise ist, dass Du vor allem eines gewinnst, Zeit.

Gewähre Dir selbst einen Zeitraum, um genau für Dich zu prüfen, ob Du dem Anliegen des oder der anderen folgst.

Es spricht ja nichts dagegen für andere da zu sein, nur wenn es Dir selbst gerade zu viel ist, dann solltest Du die Finger davon lassen.

Denn wenn es Dir nicht gut geht, und Du versuchst anderen zu helfen, dann schadest Du Dir damit.

Vielleicht fühlst Du Dich danach ausgelaugt, ausgenutzt und verbraucht.

Es kann auch sein, dass Du dann sagst, dass Dich immer alle ausnutzen.

Auch Deinem Selbstbild kann das schaden.

“Mit mir kann man es ja machen” kann sich schnell im Unterbewusstsein abspeichern.

Und dann kann es wirklich jeder mit Dir machen.

Die Verantwortung liegt ganz klar bei Dir.

Es kann Dich niemand zu irgendetwas zwingen.

Dein Verbündeter ist die Zeit.

Damit vermeidest Du es, zu schnell “ja” zu sagen, und Dich hinterher darüber zu ärgern.

Egoismus hilft Dir, Dein ganz eigenes Profil zu entwickeln

So wirst Du mehr und mehr einen gesunden Egoismus entwickeln, Du wirst eine klare Kante, Du wirst berechenbar, und das ist gut.

Man weiß woran man bei Dir ist.

Du wirst zu Deiner eigenen Marke.

Mehr und mehr wirst Du den Eindruck vermitteln, dass man nicht alles auf Dir abladen kann.

Das wird zur Folge haben, dass Du Menschen anziehst, die wirklich Deine Hilfe benötigen, und denen Du dann auch gerne helfen wirst, sofern es für Dich in Ordnung ist.

Natürlich sind wir alle unterschiedlich.

Egoismus, es geht nicht nur um Selbstliebe

Die Angst und Befürchtung, andere durch ein “nein” zu verletzen, kann mächtig sein.

Denke immer daran, Du bist Du zuerst für Dein eigenes Wohlergehen verantwortlich, danach sollten die anderen kommen.

Das soll nicht heißen, dass Du von nun an mit Scheuklappen durch die Welt laufen und die berühmten Ellbogen ausfahren sollst, getreu dem Motto “Nach mir die Sinnflut!” oder “Wo ist mein Vorteil!”

Für sinnvoll halte ich es, achtsam mit Dir und Deiner Umwelt zu interagieren.

So haben alle Seiten etwas davon, Deine Lieben, Dein Chef, Deine Kollegen, Deine Mitarbeiter, all die Systeme, mit denen Du täglich interagierst.

Und wie so oft, beginnt eine Reise immer mit dem ersten Schritt, denke immer daran: Übung macht den Meister.

Du wirst schnell merken, dass sich Dein Leben verbessern wird.

Eigenständig in der Steuerung von dem was Du willst, und dem was Du nicht (mehr) willst, wird Dir der gesunde Egoismus dazu verhelfen, ein Leben zu führen, in dem Du die Hauptrolle spielst.

Meine Bitte an Dich:

Werde ein Egoist.

Im positiven Sinne.

Pass auf Dich auf.

Du kennst Menschen, denen es auch gut tun würde egoistischer zu sein? Prima, dann teile doch einfach diesen Beitrag.

Die besten Grüße
Dein Michael

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares “JA” dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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