Unzufriedenheit im Job? Dies könnte die Ursache sein…

Unzufriedenheit im Job

Bevor ich mich vor einigen Jahren selbstständig machte, war ich fast elf Jahre im E-Commerce für ein und dasselbe Unternehmen tätig.

Es war mein allererster Job, direkt nach dem Studium.

Ich hatte tolle Kollegen, und prima Vorgesetzte, es gab viele Herausforderungen, das Gehalt war in Ordnung, doch nach eingen Jahren merkte ich, dass ich von Tag zu Tag unzufriedener wurde.

Als ich meinen Job im Jahre 2001 antrat, war die New Economy Blase gerade am Zerplatzen, und doch setzte man in diesem Unternehmen stark auf einen eigenen Onlineshop.

Das war spannend, mit ganz vielen Herausforderungen.

Das Internet und die Möglichkeiten, die sich darstellten, faszinierten mich.

Ich arbeite als Programmierer und als Kommunikationsschittstelle zwischen dem Fachbereich und der IT.

Das war toll, denn ich spreche beide Sprachen und kannte die Wünsche und Erwartungen beider Seiten.

Danach wurde ich Betriebsmanager und kümmerte mich darum, dass die Prozesse ordentlich liefen und eingehalten wurden.

In den letzten Jahren wurde ich dann Testautomatisierer und Testmanager.

Ich machte Fortbildungen und war gut aufgestellt.

Man könnte behaupten: Kompetenzen pflasterten meinen Weg.

Unzufriedenheit im Job, trotz großer Kompetenz

Zurecht, das hatte ich schwarz auf weiß.

Und trotzdem machte mir die Aufgabe immer weniger Spaß.

Ich stellte mir mehrfach die Frage: “Was stimmt denn nicht mit Dir?”

Mir war klar, dass der Wert Sicherheit, damals eine große Rolle in meinem Leben gespielt hatte.

Dieses Sicherheitsdenken, der Glaube, dass ich einen sicheren Job in unsicheren Zeiten innehatte, beruhigten mich.

Dann wurde ich ernsthaft krank.

Unzufriedenheit im Job kann krank machen

Ich akzeptierte das und machte weiter.

Immer weiter.

Und es ging mir nicht nur körperlich schlechter, ich wurde auch immer unzufriedener im Job und in meinem Leben.

Es gab ein klares Ungleichgewicht, und ich verstand es nicht.

Privat ging es mir prima.

Und auch im Job hatte ich eigentlich nichts zu beklagen.

Alle Faktoren, über die ich nachdachte, waren in Ordnung.

Arbeitszeiten, Gehalt, Team, Chefs, Aufgaben, es war eigentlich alles in Ordnung.

Eigentlich.

Ich sah den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Weil ich so frustriert war, fing ich an erste Erfahrungen mit Blogs und neuen Hobbys zu sammeln.

Ich probierte alles aus, was mir in den Sinn kam.

Das tröstete, trotzdem blieb der Frust.

Unzufriedenheit im Job, im Urlaub kam die erste Wende

Irgendwann fuhr ich dann in den Urlaub nach Australien.

Ich erinnere mich, dass ich am Strand, irgendwo zwischen Sydney und Melbourne entlang der Great Ocean Road, auf das offene Meer blickte.

Einer Erleuchtung nahekommend fasste ich den Entschluss, dass ich mich beruflich verändern musste.

Diese Entscheidung brachte eine entscheidende Wende in mein Leben.

Ich war nicht wirklich gut vorbereitet, aber die Entscheidung war richtig.

Mein Fokus lag damals auf Internetdienstleistungen und Testautomatisierung und Testmanagement.

Und tatsächlich, schnell hatte ich einen Kunden in Berlin.

Es schien mir perfekt, ich konnte in dem Umfeld arbeiten, in dem ich zueletzt tätig war.

Dort war ich kompetent und konnte nun in einer anderen Firma neue Erfahrungen machen.

Gesundheitlich ging es mir schon wieder deutlich besser.

Doch schon nach kurzer Zeit, war sie wieder da, die Unzufriedenheit im Job.

Und auch das Krankheitsmuster meldete sich langsam wieder zurück.

Das gleiche Szenario, die Firma war toll, genau wie die Kollegen und Chefs, die Aufgaben waren zu meistern, denn ich war ja kompetent.

Ich verstand die Welt nicht mehr und ließ mich von einem Business Coach begleiten.

Unzufriedenheit im Job, Präferenz vs. Kompetenz

Das war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.

Ich beantwortete einen Fragebogen, aus dem mein persönliches Profil in Bezug auf meine Arbeitspräferenzen erstellt wurde.

Nun hatte ich meine Antwort.

Ich wusste nun, warum ich, obwohl ich überaus kompetent war, mit meinen derzeitigen Aufgaben unzufrieden und unglücklich war.

Kompetent war ich, doch meine Präferenzen lagen nicht in diesem Bereich, und auch nicht in der Art zu arbeiten.

Nun hatte ich es also schwarz auf weiß, dass ich bisher so gearbeitet hatte, wie ich es NICHT von Natur aus bevorzuge.

Es hat noch einige Zeit gebraucht, diese Erkenntnis zu verstehen, und zu verarbeiten, und die richtigen Schlüsse zu ziehen, und ins Handeln zu kommen.

Schritt für Schritt veränderte ich mich und meinen Job.

Zufriedenheit im Job durch Erfüllung der Arbeitspräferenz

Heute bin ich sehr viel zufriedener.

Ich kann mir meinen Job so gestalten, wie ich es möchte, und mich den Aufgaben widmen, die ich bevorzuge UND in denen ich kompetent bin.

All das, was ich heute meinem beruflichem Bereich zuordne, passt wesentlich besser zu mir.

Und meine Gesundheit ist zurück, und das Muster des alten Krankheitsbildes ist nahezu komplett verschwunden.

Es ist schön kompetent zu sein, ungünstig nur, wenn dies in einen Bereich fällt, der einem keine Freude bereitet.

Stell Dir einen Systemprogrammierer vor, der gut ist in seinem Job, aber viel lieber kreative Konzepte in einer Werbeagentur erstellen würde.

Insgeheim.

Unbewusst.

Ungefähr so ging es mir.

Wenn es gelingt, die persönliche Arbeitspräferenz mit Kompetenzen zu verbinden, dann sind die Weichen für Zufriedenheit im Job gestellt.

Das wünsche ich Dir und würde mich freuen, wenn Du Deine Gedanken zu diesem Beitrag teilst.

Nur das Beste
Dein Michael

Nachhaltige Veränderung funktioniert dann, wenn wir dafür von uns selbst ein klares “JA” haben und wir mit unseren Zielen im Einklang sind. Dazu gehört auch Mut und der Wille, die eigene Komfortzone zu verlassen. Mein Name ist Michael und ich arbeite als Life- und Business Coach (IHK).

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