Arbeitspause

Wie Du noch heute Deine Ungeduld beendest (Selbst, wenn Dir das gerade unmöglich erscheint)

03.04.2017 / Veröffentlicht in Blog, Persönlichkeitsentwicklung

Du kennst das doch auch…

Dieses Warten.

Diesen fiesen Zustand, der Ungeduld.

Was kommt? Passiert es heute? Wie wird es geschehen? Und was ist dann? Warten. Bangen. Hoffen. Zaudern. Sehnsüchtiges Erwarten. Zeit, die nicht vergehen will. Und diese quälende Ungewissheit. Alles dreht sich um das anstehende Ereignis, in einem Film, der offenlässt, ob es ein Happy End geben wird. Gefühle offenbaren sich in einer rasanten Achterbahnfahrt. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Wann endlich ist es so weit? Wann…

Das Leben scheint aus Wartezeiten zu bestehen.

Das Warten auf die Geburt, die ersten Zähnchen, die erste Liebe, die Beförderung im Job, auf einen wichtigen Anruf, die bestellte Pizza, das Taxi, die Mikrowelle, das Ende der Werbepause und so unendlich viel mehr und ja, letztendlich auch auf den Tod.

Ungeduld kann ein Nerven raubender Zustand sein, er kann Dir alles abverlangen.

“A traffic jam when you’re already late” – Zeile aus Ironic von Alanis Morissette

In diesem Beitrag wirst Du erfahren, wie Du Deine Ungeduld endlich in den Griff bekommen kannst und dadurch viel entspannter leben wirst.

Die Folgen Deiner Ungeduld

Der Treiber Deiner Ungeduld ist die Angst.

Die Befürchtung, dass das, was Du Dir ersehnst, nicht eintreten wird.

Oder, dass Deine Befürchtungen wahr werden.

  • Die erhoffte Beförderung.
  • Das Ergebnis des großen Blutbildes.
  • Der Anruf des Unternehmens, bei dem Du Dich beworben hast.
  • Die Werkstatt, die gerade den TÜV bei Deinem Auto vornimmt, bei gleichzeitiger Ebbe auf Deinem Konto.

Und Angst verursacht Stress mit körperlich spürbaren Folgen.

Vermutlich fühlst Du Dich gerade angespannt und unruhig.

Es wird Dir ziemlich sicher schwerfallen, Dich auf etwas Anderes zu konzentrieren.

Du bist vielleicht auch gerade sehr gereizt und genervt.

Lustlos? Ja, das kann auch sein.

Auch Selbstzweifel sind wahrscheinlich.

Vielleich fühlst Du Dich als Opfer der Umstände?

Und gibst anderen daran die Schuld?

Auch Kopfschmerzen würden mich nicht wundern, denn vermutlich zeigt sich auch Verbissenheit, Frustration, Wut oder Hoffnungslosigkeit.

Und mit Entspannung ist es auch gerade schlecht bestellt, oder?

Wie ist es mit dem Einschlafen?

Ok, ich frage nicht weiter.

Ich kenne all diese Symptome.

Du bist in bester Gesellschaft.

Wie funktioniert Ungeduld

All Deine Befürchtungen spielen sich nur in Deinem Kopf ab.

Dort läuft gerade ein Film ab, der echtes Blockbuster-Format hat.

Vielleicht hätte er sogar den Oscar verdient.

Die agierenden Personen sind Bestbesetzungen, mit Dir in Hauptrolle, perfekt!

Die Handlung besser und komplexer, als alles was bisher in Hollywood verfilmt wurde.

Deine Denkzentrale läuft gerade auf Hochtouren und erschafft eine atemberaubende Szenerie nach der anderen.

So atemberaubend, dass es Dir schwerfällt, auf andere Gedanken zu kommen.

Unendlich viele Gedanken, Impulse und Gefühle.

Wann kommt endlich der Zeitpunkt, an dem das Ereignis in Dein Leben tritt, auf das Du so ungeduldig wartest.

Schnell noch eine Zigarette (zumindest, wenn Du Raucher bist).

Das Problem an diesem Film ist, dass er voller Dramatik ist.

Aber die Frage, die sich stellt, ist doch, bist eigentlich gerade in Lebensgefahr?

Wofür ist Deine Ungeduld eigentlich gut?

Alle Gewohnheiten, die wir so haben, sind für irgendetwas gut.

Anders gesagt befriedigen sie etwas, dessen wir uns nicht bewusst sein müssen.

Es könnte zum Beispiel sein, dass Dir Deine Ungeduld hilft, Entscheidungen zu treffen.

Zum Beispiel, weil Du Raucher bist und endlich mit dem Rauchen aufhören möchtest.

Hier kann Ungeduld ein wichtiger Treiber sein.

Sie kann auch helfen Prozesse voranzutreiben, Dinge zu beschleunigen.

Solange das in Deiner Macht steht, und es sich gut und richtig für Dich anfühlt, ist das bestimmt auch in Ordnung.

Allerdings solltest Du dabei bedenken, dass eine Entscheidung Veränderung herbeiführt.

Veränderung für Dich, und Veränderung in dem System, in dem Du Dich befindest.

Angenommen, Du beschließt, nicht mehr zu rauchen.

Dann gratuliere ich Dir dazu recht herzlich!

Sei Dir bewusst, nach diesem Entschluss wird Deine Geduld mehrfach auf die Probe gestellt werden.

Die Verlockung, doch wieder zur Zigarette zu greifen kann gerade in der Anfangszeit eine harte Probe sein.

Gut, wenn Du darauf vorbereitet bist.

Denn, vielleicht hast Du es bereits vermutet, ist auch das Rauchen für etwas gut.

Klingt widersprüchlich, ist aber so.

Gewohnheiten verankern sich.

So kann es sein, dass Du das Rauchen mit der Empfindung von Genuss verbindest.

Oder mit Stressabbau.

Darauf solltest Du vorbereitet sein.

Und das ist nur ein Beispiel, wie eine ungeduldige Entscheidung eine Probe für Deine Geduld sein kann.

Und wie ist es eigentlich mit Dingen, die nicht oder nicht mehr in Deiner Macht liegen?

Was nutzt es, sich immer wieder den Kopf zu zermartern, ob Du im Vorstellungsgespräch alles richtig gemacht hast, bevor der Anruf mit der Zu- oder Absage kommt?

Es dient nur dazu, Dich immer wieder Schleifen drehen zu lassen, bis das Ergebnis feststeht.

Das bindet Lebenszeit und Lebensqualität.

Beansprucht Deine und vermutlich auch die Nerven Deiner Liebsten und alle, die sich mit Dir in einem System befinden.

Und führt zu den bereits beschriebenen Folgen Deiner Ungeduld.

So beendest Du Deine Ungeduld Pt. I

Nun komme ich zu dem wichtigsten Punkt.

Versprochen.

Hier kommt das, was Du tun kannst, wenn Du wieder so richtig ungeduldig bist.

Nichts.

Du hast richtig gelesen.

Wobei es natürlich unmöglich ist, nichts zu tun, aber das Wort nichts steht hier als Stellvertreter.

Für all die Dinge, die Du sonst tun könntest, anstatt Dich mit dem zu beschäftigen, was sein wird, wenn das Ereignis eintritt.

Du könntest meditieren, wobei das vermutlich nur funktionieren wird, wenn Du geübt darin bist, denn ein untrainierter Geist wird immer wieder von Störfeuern des Verstandes sabotiert.

Aber wie ist es, wenn Du Dich mit Dingen beschäftigst, die Dir Spaß machen?

Und zwar so richtig?

  • Du könntest laut Musik hören, Singen, Tanzen.
  • Oder spazieren gehen.
  • Dich mit Freunden treffen.
  • Ins Kino gehen, um einen anderen Film zu sehen.
  • Du könntest alles tun, was den Fokus von Deiner Ungeduld ablenkt.
  • Ein gutes Buch.
  • Ein Besuch im Musical.
  • Oder ein spannendes Sportereignis.

Ich bin mir sicher, dass es einiges gibt, was Dir hierzu spontan einfällt.

Sei gut zu Dir.

Verwöhne Dich.

Es liegt gerade nicht in Deiner Hand.

Das nennt man auch Loslassen.

Loslassen ist großartig.

Es befreit, wie ein Schiff, dass von den Leinen an der Kaimauer befreit wird, um in See zu stechen.

Und es macht andere Dinge möglich.

Du hast auf einmal Zeit für Dinge, die Dir auch wichtig sind.

So funktioniert das übrigens auch im Wartezimmer beim Arzt.

Dort liegen Zeitschriften für jeden Bedarf, um uns von der Wartezeit abzulenken.

Und wenn es Dir gerade überhaupt nicht gelingen will, etwas anders zu tun, dann habe ich noch einen Spezialtipp für Dich.

So beendest Du Deine Ungeduld Pt.II

Es geht um positive Gedanken und Gefühle.

Deine Ungeduld kann mit ungünstigen Gedanken einhergehen.

„Was ist, wenn ich die Beförderung nicht kriege?“

Ich weiß nicht, ob Du schon einmal etwas von der selbsterfüllenden Prophezeiung gehört hast?

„Ich kriege den Job bestimmt nicht!“

„Sie/Er mag mich bestimmt nicht und wird nicht zurückrufen!“

„Ich bin nicht gut genug, um …“

Diese Gedanken haben Auswirkungen auf unsere innere Haltung, sie bestimmen die Art, wie wir schwingen, welche Resonanz wir ausstrahlen.

Bestimmen ungünstige Gedanken unser Denken, dann rechnen wir mit dem Schlimmsten Ergebnis, wir sind eingestimmt.

Das können wir sogar fühlen.

Wir strahlen diese innere Haltung nach außen.

Wie im Innen, so im Außen.

Vielleicht hast Du auch schon etwas über das Gesetz der Anziehung gehört, oder The Secret oder Bestellungen beim Universum, Erfolgreich wünschen, …

Es gibt eine Reihe von Büchern, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen.

Du wirst das Erhalten, was Du erwartest.

Vielleicht denkst Du gerade, dass das jetzt in eine sehr spirituelle Richtung abdriftet, aber können sich Menschen wie Albert Einstein wirklich geirrt haben?

Er soll einmal gesagt haben:

„Kein Problem kann durch das Bewusstsein gelöst werden, das dieses Problem geschaffen hat.“ – Albert Einstein.

Angenommen es stimmt, dass Gleiches Gleiches anzieht, dann werden wir stets das erhalten, was wir aussenden / erwarten.

Das ist großartig, denn so kannst Du Dein Leben so erschaffen, wie Du es Dir vorstellst und glaube mir, das Konzept funktioniert.

Allerdings gibt es auch hier etwas zu beachten.

Denn es wirkt in alle Richtungen.

Das Gesetz der Anziehung für Fortgeschrittene

Gehen wir noch einmal auf das Beispiel mit dem Wunsch, nicht mehr rauchen zu wollen zurück.

Du beschließt also, jetzt das Rauchen aufzugeben.

Noch einmal von Herzen: Glückwunsch!

Doch schon bald treten erste Gedanken auf, die Dich dazu animieren wollen doch wieder zu rauchen.

„Ach komm…, noch eine…“

Dann könntest Du jetzt gegensteuern, zum Beispiel mit einem neuen Gedanken.

„Ich will nicht mehr rauchen.“

Du wirst erhalten, was Du erwartest.

Schon bald wirst Du wieder rauchen.

Ja, Du hast richtig gelesen.

„Ich will nicht mehr rauchen“ wird sehr wahrscheinlich dazu führen, dass Du wieder rückfällig wirst.

Warum ist das so?

Dem Universum, Gott, der Matrix oder wer auch immer hinter dem Gesetz der Anziehung steckt, ist es herzlich egal, was Du willst, es liefert Gleiches zu Gleichem.

„Ich will nicht mehr rauchen“ impliziert unbewusst, dass Du noch rauchst/rauchen willst, es ist, als hättest Du gar nicht aufgehört.

Und die Botschaft, die überliefert wird, ist dass Du den Wunsch hast mehr von dem „Ich will nicht mehr rauchen“ Erlebnissen zu haben.

Fiese Falle, oder?

Der Schlüssel liegt in der Formulierung.

Ein Gedanke wie „Ich bin rauchfrei und genieße meine Freiheit“ klingt schon ganz anders, oder?

Dieser Satz trägt eine andere Schwingung in sich.

Er beherbergt nicht das Gefühl von Mangel.

Und löst gute Gefühle aus.

Mir geht es jedenfalls so, während ich diesen Satz gerade geschrieben habe.

Und Gefühle sind das mächtigste Instrument, das wir haben, um unserem Leben eine andere Richtung zu geben.

Erinnere Dich, dass ich über das Lachen, Singen und Tanzen geschrieben habe, um Deine Ungeduld zu stoppen.

Dinge, die wir gerne machen, lösen etwas in uns aus.

Emotionen.

Gefühle sind um einiges Kraftvoller, als Gedanken.

Sie sind der Turbo, der kraftvolle PS-Motor, der Düsen- oder Raketenantrieb für unser Leben.

Wenn wir uns gut fühlen, kriegen wir das zurück.

Umgekehrt ist es genauso.

Gute Gefühle => Mehr gute Gefühle

Schlechte Gefühle => Mehr schlechte Gefühle

Und wenn es doch schiefgeht?

Es ist nicht einfach, mit Enttäuschungen umzugehen.

Für keinen von uns.

Auch ich habe an Niederlagen zu knapsen.

Wir sind Menschen.

Es liegt in unserer Natur, Gefühle jeglicher Art empfinden zu können.

Trauer gehört dazu.

Und sollte unbedingt durchlebt werden, um Abschied nehmen zu können.

Gleichzeitig bieten jede Niederlage die Chance, aus ihr zu lernen.

Das wird Dir jeder Spitzensportler bestätigen.

Du hast die Chance zu lernen.

Die größten Erfinder haben nicht einfach so Dinge erfunden.

Sie sind gescheitert.

Immer und immer wieder.

Und noch einmal.

So ging und geht es auch den meisten erfolgreichen Geschäftsleuten.

Jedes Scheitern, jede Pleite ist nur dazu da, damit Du lernen kannst.

Nur weil es diesmal nicht funktioniert hat, heißt es nicht, dass es beim nächsten mal auch so sein muss.

Du wirst erfahren, was Du erwartest.

Hinfallen, Kröhnchen richten, weitermachen.

Es wird sich für Dich lohnen!

Ungeduld vs. Geduld – Ein Fazit

Ungeduld fühlt meistens nicht gut an, es beeinträchtigt Dich in allem, im Denken, im Fühlen, in dem, wie Du handelst und dem, was Du erwartest.

Und paradoxerweise kann sie Dir auch ermöglichen Dinge zu verändern, gut, wenn Du einen Plan hast, wie es nach der Veränderung weitergehen soll.

Mit der Art und Weise, wie Du mit Ungeduld umgehst, ob Du ihr Aufmerksamkeit schenkst oder eben nicht, beeinflusst Du Deine Lebensqualität und die Systeme, in denen Du lebst.

In der Familie, im Job, in der Freizeit, etc.

Wenn die Ungeduld nicht in den Griff zu kriegen ist, kann es ratsam sein, sich den positiven Aspekten der anstehenden Ereignisse zu widmen.

Selbsterfüllende Prophezeiungen und das Gesetz der Anziehung wirken immer mit und haben einen Einfluss auf Dein Leben.

Wie im Innen so im Außen.

Und natürlich, das ist die wirklich gute Nachricht am Schluss dieses Artikels, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Übung macht den Meister, in allem.

Und es macht Spaß.

So wie bei Kleinkindern beim Lernen, jeder Fortschritt ist ein Erfolg, der zumindest ein herzhaftes Lachen, ein gutes Gefühl wert ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir wertvolle Anreize geben, um Dir zu helfen, wenn Dich gerade die Ungeduld plagt oder wenn Du auch ganz generell ein ungeduldiger Mensch bist und darunter leidest.

Du bist nicht alleine.

Auch ich bin noch ab und zu sogar sehr ungeduldig.

Das Wissen um den Umgang mit Ungeduld hilft mir, trotzdem eine gute Zeit zu haben.

Mich gut zu fühlen.

Spaß zu haben.

All das wünsche ich Dir.

Und vielleicht fällt Dir auch gerade jemand ein, dem dieser Artikel gut tun würde?

Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Du diesen Beitrag teilst, denn ich glaube, Ungeduld ist ein Thema dieser Zeit.

Ich wünsche Dir nur das Beste

Dein Michael

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares “JA” dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

no comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.