Arbeitspause

So gelangst Du komfortabel aus Deiner Komfortzone

21.02.2017 / Veröffentlicht in Blog, Komfortzone, Persönlichkeitsentwicklung

Das Skifahren liegt mir nicht wirklich im Blut, ich habe erst mit Mitte dreißig damit  angefangen, und dass über die Jahre auch nicht regelmäßig fortgeführt.

Ich sage immer gern, dass ich mich eher auf APRÈS-SKI spezialisiert habe 😉

Insgesamt bin ich auch eher unsportlich, und trotzdem bin ich nun schon das zweite Jahr hintereinander mit der Familie im Skiurlaub gewesen.

Es stresste mich sehr, wenn ich wieder einmal einen Schwung falsch angesetzt hatte und meine Skier zu verselbstständigen schienen.

Wie im letzten Jahr, waren die ersten Abfahrten zum Teil sehr beschwerlich, die Skischuhe drückten und irgendwie nervte mich das unheimlich.

Aller Anfang ist schwer…

Also tauschte ich die Schuhe, die nun nicht mehr ganz so drückten.

Mittags auf der Hütte war ich oft erschöpft, aber ich tröstete mich damit, dass Fortschritte zu erkennen waren, genau das war, was ich wollte.

Mein Skilehrer hatte auch immer aufmunternde und hilfreiche Kommentare für mich.

Am dritten Tag traute ich mich auf eine rote Piste.

Ein Schritt aus meiner Komfortzone, denn blaue Pisten konnte ich schon ganz komfortabel fahren.

Für die Nicht-Ski-Fahrer unter uns sei kurz erklärt, dass es blaue, rote und schwarze Pisten gibt.

Blau Pisten sind die mit dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, rot ist schon wirklich anspruchsvoll (zumindest für mich) und schwarze Pisten sind die mit dem größten Anspruch an Mensch und Material, vor allem sind sie sehr steil!

Ich meisterte die rote Piste relativ souverän und war sehr mit mir zufrieden.

Die folgenden Tage gab es immer wieder Höhen und Tiefen, was an meiner eigenwilligen Schwungtechnik liegen mag.

Jedenfalls fuhr ich mit meinem Skilehrer am vorletzten Tag im Sessellift, und ich erkannte, dass wir wieder in Richtung besagter roter Piste unterwegs waren.

Nun wusste ich aber, dass neben der roten Piste auch noch eine schwarze Piste lag.

Und irgendwie reizte sie mich sehr.

Sehr sogar.

Das erzählte ich meinem Skilehrer, der nach kurzem Überlegen damit einverstanden war, mit mir die schwarze Piste zu fahren.

Er traute es mir also zu, aber wie war das mit mir selbst?

Klarheit kann man fühlen

Ich hörte in mich hinein, ich war ganz klar, ich wusste in diesem Moment, dass ich diese Piste souverän meistern würde.

Da gab es keinen Zweifel.

Auch der Blick vom Start der Piste hinab erschreckte mich nicht.

Mein Skilehrer und ich hatten eine kurze Besprechung.

Und dann ging es los.

Ich benötigte während der kurzen Strecke nur 3 kurze Stopps, denn natürlich war das körperlich eine Herausforderung für mich.

Trotzdem fuhr ich in jeden Schwung mit Freude, ich sagte mir zwischendurch immer wieder: “Hey, das ist nur Schnee!”

Und so war es auch, in den Pausen schaute ich auf die Strecke, die hinter mir lag.

Freude und Stolz erfüllten mich, da war ich als eher ängstlicher Skifahrer tatsächlich einen relativ großen Schritt aus meiner Komfortzone getreten, und hatte Erfolg.

Veränderung ist ein Prozess

Der Punkt ist, dass dies ein Prozess war.

Mein Ziel war es, ein besserer Skifahrer als zu Beginn des Urlaubs zu werden.

Mit dem Bewältigen der roten Piste tat ich einen ersten Schritt aus meiner Komfortzone.

An dieser Stelle hatte ich mein Ziel bereits erreicht.

Und ich spürte, dass ich noch einen Schritt weiter gehen konnte.

Selbstverständlich war hier auch Mut im Spiel.

Und Freude.

Der Fokus lag nicht mehr auf dem, dass ich mich verletzen würde, sondern, dass das Ganze Spaß bereitet, ich nahm also einen Perspektivwechsel vor.

Weg vom möglichen Problem (Schmerzen/Verletzung/Tod) hin zur Freude.

Genauso wie der Verstand, der wusste, dass ich es schaffen konnte.

Rückblickend kann ich sagen, dass dies für mich eine tolle Strategie ist.

Mit einem realistischen Ziel (besser Skifahren, als im letzten Jahr) und Übung und Erfolgserlebnissen wuchs der Mut, die Erkenntnis, dass auf dem Berg nur Schnee liegt, und dass ich bereits eine rote Piste relativ souverän fahren konnte, erschuf Klarheit, dass ich nicht scheitern konnte.

Fazit:

Zusammengefasst könnte man diese Strategie folgendermaßen zusammenfassen:

Ein klar definiertes Ziel->Übung->Erfahrungen/Verbesserung->Mut und Vertrauen->Schritt aus der Komfortzone->Erfolg

Wie klingt diese Strategie für Dich?

Nur das Beste

Dein Michael

 

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares “JA” dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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