Arbeitspause

Sich selbst lieben, wie Du mit Selbstliebe abnehmen wirst

06.10.2016 / Veröffentlicht in Abnehmen ohne Sport, Blog

Ich liebe gute Zitate, die unter die Haut gehen. Sie können viel bewirken, dann, wenn sie uns berühren, wenn es eine Resonanz in uns gibt, die wir spüren können. Die folgenden Worte stammen von Charlie Chaplin, die er an seinem 70. Geburtstag geschrieben haben soll.

“Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist ‚Selbstliebe. – Charlie Chaplin”

Doch wie funktioniert das eigentlich genau, wie kann man sich selbst lieben?

Ich denke das Wichtigste ist zunächst einmal, sich gut mit sich selber auszukennen.

Das beinhaltet Fragen wie:

  • Wer bin ich überhaupt?
  • Was sind meine Stärken?
  • Was sind meine Schwächen?
  • Was sind meine Werte?
  • Was will ich in meinem Leben erreichen?
  • Was ist o.k. für mich?
  • Was ist nicht so o.k. für mich?
  • Und was ist gar nicht o.k. für mich?

Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, warum klassische Diäten bei mir nicht funktionieren.

Eine zu starke Begrenzung in dem, was ich essen darf und was nicht, kollidiert mit meinem höchsten Wert, nämlich Freiheit.

Das war mir aber lange nicht bewusst, und deshalb habe ich dann schnell wieder trotzig so weitergegessen wie früher.

Der Jo-Jo-Effekt lässt freundlich grüßen.

Und wenn ich sage, dass es lange gedauert hat, dann lag das vor allem daran, dass ich mir keine Zeit für mich gegönnt habe.

Ich schwamm jahrelang auf der Welle der schnellen Entwicklungen, den klassischen Mustern, wie man vermeintlich zu sein hat, um in dieser Gesellschaft dazugehören.

Das ging auch lange gut, bis ich irgendwann vor der Frage stand, ob ich so weitermachen will wie bisher und eine schwere Erkrankung in Kauf nehmen würde, oder ob ich etwas in meinem Leben verändern sollte.

Sich selbst lieben: Nimm Dir Zeit

Das ist wohl der wichtigste Punkt, denn wenn Du Dir keine Zeit für Dich nimmst, wie willst Du dann überhaupt die Themen bewegen, die Dich betreffen.

Es müssen ja nicht Tage oder Stunden sein, aber wann warst Du eigentlich das letzte mal 15 Minuten mit Dir alleine?

Und konntest Du das genießen? In vollen Zügen?

Du musst nicht gleich in die Meditation verfallen, Du musst auch keine Listen schreiben, es geht nur um den Augenblick in Verbindung mit Dir selbst.

Bei mir war es dann oft so, dass ich plötzlich Erkenntnisse gewinnen konnte, die mir halfen mich und mein Leben zu verändern.

Geistesblitze ist vielleicht der falsche Begriff, es geht eher in die Richtung, dass Licht ins Dunkle kommt, es geht um das Verstehen, warum die Dinge sich so ereignen, wie sie es tun.

Sich selbst lieben: Hör auf Dich selbst zu verurteilen

Manchmal laufen die Dinge nicht so, wie wir es uns wünschen, die Diät läuft nur schleppend und irgendwie haut das mit dem Spaziergehen auch nicht so hin.

Schnell sind wir dann dabei, uns selber Vorwürfe zu machen.

Alle anderen können das ja auch.

Nur wir (ich) nicht.

Aber schau noch einmal genau hin.

Wir verallgemeinern gerne.

Also… kriegen es wirklich alle hin?

Übergewicht ist in Deutschland ein wichtiges Thema, eine Herausforderung, egal wohin wir schauen.

Wenn wir an einer Diät scheitern dann nur, weil es die falsche Diät ist.

Sie entspricht uns nicht, sie passt nicht zu unseren Werten, Überzeugungen und der Art und Weise, wie wir leben wollen.

Was nutzt die Ananasdiät, mit der wir uns über Wochen eine Ananas nach der anderen zu Gemüte führen, nur um nach der Diät wieder in unser altes Essverhalten zu steuern.

Anstatt Dich zu verurteilen, solltest Du auf die Suche gehen, nach dem, was für Dich passt, was funktioniert, mit dem Du spielend abnehmen wirst.

Sich selbst lieben: Raus aus der Opferrolle

Du kennst das vielleicht, gute Vorsätze sind gefasst, einen Tag hast Du schon tapfer Deine Diät durchgehalten, was Du aber nicht bedacht hast ist, dass die Kollegin heute Geburtstag hat und eine leckere Torte mitgebracht hat.

“So ein Mist!”, denkst Du vielleicht und wirst am Ende doch zur Torte greifen und Deinen guten Vorsatz für heute nicht mehr weiter verfolgen.

Du konntest ja nichts dafür, dass die Kollegin heute Geburtstag hat.

Aber Du hättest das Stück Torte nicht essen müssen.

Es war Deine Entscheidung.

Die Kollegin kann nichts dafür, wie nett von ihr, dass sie die Torte mitgebracht hat und die Belegschaft teilhaben lässt.

Und nun kommt der große Fehler. Du ärgerst Dich, über Dich, Deine Kollegin, ganz egal. Irgendwem schiebst Du die Schuld zu an Deiner Situation.

Anstatt Dich darüber zu freuen, dass Du das leckere Stück Torte genießen und mit der Kollegin auf ihren Geburtstag anstoßen durftest, hagelt es nun ungünstige Gedanken.

Dauerfeuer!

Aber was ist denn eigentlich passiert?

Du hast ein Stück Torte gegessen, nicht mehr und nicht weniger.

Morgen ist ein neuer Tag.

Dein Gewicht ist nicht über Nacht zu Dir gekommen, warum sollte eine Diät dann von heute auf morgen alles verändern?

Ist das fair?

Sich selbst lieben: Setze den Fokus auf das, was Du gut machst

Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich weiterentwickeln möchte.

Für viele bedeutet es nicht vielmehr, als zu funktionieren.

Karriere machen und eine Familie haben.

Wenn die Dinge dann nicht so laufen, wie wir uns das vorgestellt haben, verfallen wir oft in blinden Aktionismus, wir schauen, wo wir uns optimieren können, um noch besser zu funktionieren und das System aufrechzuerhalten.

Aber was ist eigentlich mit Dir? Was ist mit den Sachen, die Du sowieso schon toll kannst, was ist mit Deinen Talenten, Deinen Sehnsüchten, all dem, was Du so toll und prima kannst.

“Ach, das ist doch nichts Besonderes.”, ist ein Satz, den ich oft zu hören bekomme, und den ich auch selbst des Öfteren ausgesprochen habe.

Aber das stimmt nicht, es ist ein Trugschluss, es geht darum Dich und Deine Fähigkeiten und alles, was Dich ausmacht, was Dich besonders macht, anzuerkennen und wertzuschätzen.

Wenn Du es nicht tust, wie soll es dann ein anderer tun?

Im Coaching sagt man dann gerne: Wie im Innen, so im Außen.

Wenn Dein Selbstbild nicht so besonders ist, wie soll es dann mit der Selbstliebe funktionieren?

Sich selbst lieben: Was tut Dir gut?

Charlie Chaplin hat es niedergeschrieben, er hat sich von allem getrennt, das nicht gut für ihn war.

Das ist sehr radikal und mutig zugleich und offensichtlich ein Weg, um zu vollkommener Selbstliebe zu kommen.

Das bedeutet nicht, dass Du alles hinschmeißen sollst, das wäre nichts anderes als blinder Aktionismus.

Vielmehr geht es darum, zunächst einmal zu beleuchten, was Dir nicht gut tut, um dann in die Tiefe zu gehen, den Dingen auf den Grund zu kommen und sie auf den Tisch zu legen, und um dann entscheiden zu können, in welche Richtung es gehen soll.

Fazit:
Du bist der Kapitän, die Kapitänin (schreibt man das so???) Deines Lebens. Es liegt an Dir, wie der Titel vom nächsten Kapitel Deines Lebens lauten wird. Ich bin mir sicher, dass es Dir mit Ruhe und Gelassenheit immer besser gelingen wird, herauszufinden was Dir wichtig ist und den Weg mit Selbstvertrauen und Selbstliebe zu gehen. So wird es auch mit der nachhaltigen Gewichtsreduktion funktionieren.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Tipps und Anregungen zu dem Thema “Sich selbst lieben” geben.

Abschließen möchte ich diesen Artikel mit einem weiteren Zitat von Udo Lindenberg, das ich auf dieser Seite gefunden habe.

“Man muss sich selber schon lecker finden, wenn man vor 50000 Leuten steht und sich teuer beleuchten läßt. Ich kann mich in Frauen und in Männer verlieben, aber auch in mich selbst.” ―Udo Lindenberg

In diesem Sinne wünsche ich Dir nur Beste
Dein Michael

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares "JA" dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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