Arbeitspause

Wie Du durch den Ausbau Deiner Selbstwirksamkeit zum Gipfelstürmer wirst

26.06.2017 / Veröffentlicht in Blog, Komfortzone, Persönlichkeitsentwicklung, Sinn des Lebens

Heute Morgen bin ich auf ein fantastisches Video gestoßen, das mich sehr begeistert hat.

Obwohl ich mit Bergsteigen im eigentlichen Sinne nichts am Hut habe…

Man sieht einen jungen Mann names Andreas Steindl, der einen Sport betreibt, von dem ich vorher noch nie gehört habe.

Speed Mountain Running

Dieser Mensch will nicht nur “einfach” schnell hohe Berge besteigen.

Er hat dabei auch noch das klare Ziel, so schnell wie möglich wieder im Tal zu sein.

Dabei ist er so erfolgreich, dass er bereits einige Rekorde aufgestellt hat.

Wenn Du das Video gesehen hast, dann ist Dir bestimmt aufgefallen, dass dieser Mann keinerlei Angst zu haben scheint.

Respekt? Selbstverständlich! Aber Angst?

Wir erleben einen hoch konzentrierten Menschen, der in atemberaubender Geschwindigkeit Gipfel erstürmt.

Aus meiner Coaching-Brille betrachtet, würde ich sagen, dass er eine extrem hohe Selbstwirksamkeitserwartung zu haben scheint.

Unter Selbstwirksamkeit bzw. Selbstwirksamkeitserwartung verstehen wir die jeweilige Einstellung eines Menschen, gewünschte Handlungen erfolgreich selbst auszuführen und Herausforderungen erfolgreich meistern zu können.

Die Gefahren, die beim Erklimmen eines Gipfels bestehen, ich denke da nur an Wetterumschwünge und brüchiges Gestein und schwer zugängliche Wege, scheinen ihn in keinster Weise abzuschrecken.

Ich bin kein Bergsteiger und will auch keiner werden, aber trotzdem inspiriert mich dieses Video sehr.

Was können wir aus diesem Beispiel extrem hoher Selbstwirksamkeitserwartung lernen?

Dazu hilft es sich erst einmal bewusst zu machen, wie man die eigene Sebstwirksamkeitserwartung aufbauen kann.

Die Theorie basiert dabei auf 4 Bausteinen, die der berühmte Psychologe Albert Bandura aufgestellt hat:

Selbstwirksamkeit fördern

1. Durch eigene Erfolgserlebnisse
Erfolgserlebnisse führen auf natürliche Art und Weise zur Steigerung der eigenen Selbstwirksamkeit. Umgekehrt können immer wiederkehrende Misserfolge natürlich genau das Gegenteil erzeugen.

2. Durch Beobachtung von erfolgreichen Modellpersonen (Vorbilder)
Der Erfolg anderer Personen, die einem selbst wichtig oder ähnlich sind, stärken die Selbstwirksamkeit (wenn der oder die das kann, dann kann ich das vielleicht auch…). Eine weitere Verstärkung kann erfolgen, wenn diese Modellpersonen öffentlich belohnt werden.

3. Durch den Einfluss sozialer Gruppen
Soziale Gruppen, in denen wir interagieren, können entweder einen positiven oder negativen Einfluss auf die eigene Selbstwirksamkeit haben. Hören wir immer und immer wieder aus der Gruppe, dass wir bestimmte Dinge toll machen, wird uns das vermutlich motivieren weiterzumachen, kriegen wir das Gegenteil gespiegelt, werden wir vielleicht glauben, dass wir die Herausforderungen nicht meistern können.

4. Durch Interpretation von Emotionen und Empfindungen
Bevorstehende Ereignisse können körperliche Empfindungen nach sich ziehen (feuchte Hände, rote Flecken, Schwitzen, Herzrasen), dies kann als ein mögliches Scheitern wahrgenommen und interpretiert werden. Diese Emotionen lassen sich erfreulicherweise durch Übungen umkehren, im Sinne von freudiger Erwartung oder Erregung.

Alle vier Punkte sind wichtig, um Deine Selbstwirksamkeit weiter auszubauen

Bei Punkt 1 ist es so, dass es wichtig ist, zunächst einmal keine zu großen Erfolgserlebnisse anzustreben.

Kleine Ziele können dabei helfen, die eigene Komfortzone Schritt für Schritt zu erweitern.

Dies erweitert die Selbstwirksamkeitserwartung, da man bereits erste Erfolge feiern konnte.

Der Glaube wächst, dass man aufgrund der eigenen Erfahrungen bestimmte Dinge meistern kann, auch solche, die man noch nicht erreicht hat.

So können dann nach und nach höhere Ziele gesetzt und erreicht werden.

Auch Andreas Steindl wird mit kleineren Hügeln und Gipfeln begonnen haben.

Zu Punkt 2 denke ich, dass es von Vorteil sein kann, sich an Vorbildern zu orientieren.

So ist Andreas Steindl der Sohn eines erfahrenen Bergführers und seine Mutter eine passionierte Hobbybergsteigerin.

Auch der dritte Punkt scheint mir von großer Bedeutung.

Mit wem umgebe ich mich, wer ist wirklich dienlich im Sinne meiner eigenen Entwicklung, wem kann ich vertrauen?

Und wer zieht mich runter? Wer glaubt nicht an mich? Wer macht sein Thema zu meinem?

Bin ich nur von Zweiflern umgeben oder habe ich Menschen um mich, die mir konstruktives Feedback geben und mich darin bestärken meine Ziele zu erreichen?

Hierbei geht es nicht darum, sich von Ja-Sagern zu umgeben, im Gegenteil.

Bei Punkt 4 muss ich an meine eigene Selbstwirksamkeit denken.

Ich hatte früher oft Angst vor Menschen zu sprechen, ich kenne diese körperlichen Symptome nur zu gut.

Irgendwann habe ich angefangen, diese Empfindungen umzukehren.

Die Angst konnte ich umwandeln in Vorfreude, in positives Lampenfieber.

Und das ist ganz großartig!

Fazit

Wenn es uns gelingt, diese 4 Punkte des Aufbaus der Selbstwirksamkeit im Hinterkopf zu behalten und anzuwenden und uns gleichzeitig Ziele zu setzen, die zu uns passen und nicht zu hoch gegriffen sind, dann wird die eigene Selbstwirksamkeit nach und nach wachsen.

So werden Dinge, die uns bisher unmöglich erschienen irgendwann in eine realistische Greifweite kommen.

Und dann heißt es: Ran an die Bouletten und Erfolge und sich selbst feiern (bitte nicht vergessen)!

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem tollen Video und meinen Ausführungen helfen, eine Idee zu entwickeln, wie Du Deine eigene Selbstwirksamkeitserwartung steigern kannst.

Dazu gehört natürlich auch Mut, die Dinge anders zu machen, als vorher.

Wie heißen die Gipfel, die Du erklimmen möchtest?

Auf Deine Gedanken hierzu, Deine eigenen Erfahrungen und Deine Erfolge bin ich sehr gespannt und würde mich sehr freuen, wenn Du sie mit mir und meinen lieben Leserinnen und Lesern teilst.

Nur das Beste
Dein Michael

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares "JA" dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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