Warum es großartig ist, zu scheitern

Es freut mich, dass Du trotz dieser provokanten Überschrift weiterliest 🙂

Ich kenne das Gefühl, auf die Nase zu fallen, zu scheitern, mich bis auf die Knochen zu blamieren, eine schwere Niederlage einzustecken, natürlich auch.

Und ich weiß auch, dass Niederlagen schmerzen können, und zwar so richtig.

Und das ist gut so!

Es gelingt mir heute sehr schnell, Niederlagen anders zu betrachten, liebevoll, vor allem mit mir selbst.

Meine Haltung hierzu war natürlich nicht immer so, ich durfte lernen, dass das Scheitern oftmals ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Im englischen gibt es eine tolle Übersetzung für den Begriff “Fail” (freie Übersetzung: Das Scheitern), in der jeder Buchstabe des Wortes eine eigene Bedeutung erhält.

F.A.I.L steht demnach für:

First Attempt In Learning (freie Übersetzung: Erster Lernversuch)

Großartig, denn so können wir aus einer anderen Perspektive auf unser vermeintliches Scheitern blicken.

Und uns fragen, was wir daraus lernen dürfen.

Und woran es gelegen haben mag, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben.

Um uns für das nächste Mal anders vorzubereiten.

Um besser aufgestellt zu sein, als das erste Mal.

Und eine verbesserte Strategie zu entwickeln.

Ich kenne auch einen deutschprachigen Spruch, den ich sehr mag, und den ich Dir gerne ans Herz legen möchte:

“Aus Fehlern wird man klug, deshalb ist einer nicht genug” – Wilhelm Busch

Nur zu leicht tendieren wir dazu, uns nach vermeintlichen Misserfolgen selbst zu verurteilen.

  • Wie konnten wir so dumm sein?
  • Wieso haben wir das bloß getan?
  • Wir haben es doch gleich gewusst!
  • etc.

Das können wir sehr gut.

Dieses Verhalten haben wir vermutlich schon früh vermittelt bekommen, erfahren, gelernt, die Ursachen hierfür können beliebig sein.

Und es ist müßig, Ursachenforschung zu betreiben.

Denn sie bringt uns nicht weiter.

Wenn wir uns selber dafür verurteilen, dass wir etwas versucht haben, dann werden wir vermutlich keinen zweiten Versuch mehr unternehmen.

Zumindest nicht, wenn es uns nicht gelingt, eine liebevollere Haltung uns gegenüber einzunehmen.

Daher möchte ich Dich ermutigen, Dein vermeintliches Scheitern so zu interpretieren, dass Du die Chance erhalten hast, Neues lernen zu dürfen.

Und das macht einen echten Unterschied, oder?

Denn der Fokus richtet sich nun darauf, was Du besser machen kannst und weg von: “Ich habe versagt”.

Wie fühlt sich das für Dich an?

Ich wünsche Dir bei allem, was nicht so läuft, wie Du es Dir gewünscht hast, einen liebevollen Blick auf Dich und die Offenheit zu schauen, was Du daraus lernen darfst.

In diesem Sinne nur das Beste

Dein Michael

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