Arbeitspause

Mir reicht’s, ich geh schaukeln…

11.09.2017 / Veröffentlicht in Allgemein

Am Wochenende habe ich zum Joggen überreden lassen.

An der Hamburg Außenalster.

Ich liebe diese Strecke, nutze sie aber nur für ausgiebige Spaziergänge, die Entfernung beträgt gute 7,5 Kilometer.

Das mache ich oft und gerne.

Nichts gegen Sport, ich hatte nur überhaupt keine Lust zum Laufen.

Nach langer Diskussion habe ich mich dann doch hinreißen lassen.

Ich wollte freundlich sein und sagte zu mir selbst: “Ach komm, stell Dich nicht so an!”

Es blieb ein ungutes Gefühl.

Anmerken lassen wollte ich mir das natürlich nicht und begann auch ganz schwungvoll.

Das sollte sich rächen.

Schon nach den ersten Kilometern war mir klar, dass ich an diesem Tage nicht in der Lage sein würde, die Strecke bis zum Schluss zu laufen.

Zudem regnete es…

Schnell schmerzten die Waden und ich dachte nur: “Willkommen in der Panikzone!”

Als wir die Kennedybrücke überquert hatten, konnte ich nicht mehr, zu groß die Schmerzen, zu gering meine Motivation.

Da war noch nicht einmal die Hälfte der Strecke geschafft.

Meine Laune war auf dem Tiefpunkt.

Ich war wütend auf mich, dass ich überhaupt zugesagt hatte.

Wir berieten uns kurz aus und dann drehte ich um.

Der Rückweg war auch übel, trotzdem wusste und spürte ich, dass ich das Richtige getan hatte.

Mir reicht’s, ich geh schaukeln

Irgendwann entdeckte ich eine große Schaukel.

Erst ging ich weiter.

Dann kehrte ich um und schaukelte.

Das tat gut!

Und meine gute Laune kehrte zurück.

Tatsächlich brauchte dies nur wenige Momente.

Dann ging es mir wieder gut.

Ich machte mich auf den Heimweg, lief sogar immer mal wieder ein paar Meter, so wie es eben angenehm für mich war.

Und die Moral von der Geschicht…

Es gibt Momente im Leben, da machen wir Sachen, von denen wir ganz genau wissen, dass wir scheitern werden.

Zum Beispiel, weil wir überhaupt keine Lust auf die Sache haben.

Oder nicht fit genug sind.

Gründe gibt es viele.

Das ist uns ganz bewusst und trotzdem tun wir sie.

Rational ist das nicht zu erklären, das passiert ganz unbewusst.

Wir könnten uns darüber ärgern, dass wir diese Dinge tun, schließlich haben wir es ja schon vorher gewusst.

Schön zu wissen, wie es sich anfühlt, wenn man sich viel zu weit aus der eigenen Komfortzone in die Panikzone begibt, aber eigentlich kennen wir dieses Gefühl ja bereits bestens aus früheren Erfahrungen.

Und trotzdem: Auch aus diesen vermeintlich schlimmen Erfahrungen können wir immer wieder dazulernen.

So schnell wird man mich jedenfalls nicht mehr an der Alster herumjoggen sehen, und wenn dann nur wohldosiert, laufen, gehen, laufen, gehen…

Das Schöne an dieser Geschichte:

Wenn wir so richtig mies gelaunt sind, dann könnten wir uns entscheiden, etwas ganz anderes zu tun.

Zum Beispiel Schaukeln 🙂

Nur das Beste

Dein Michael

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares "JA" dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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