Oh, schon wieder Freitag?

Nun ist es wieder so weit, das Wochenende steht unmittelbar bevor.

5 Arbeitstage liegen hinter den meisten von uns, und ich hoffe, Du hattest eine schöne und erfüllende Arbeitswoche.

Immer wieder stoße ich, sobald die Woche sich dem Ende neigt, auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken auf vermeintlich lustige Bilder.

Endlich Freitag?

Ich nenne sie der Einfachheit halber “Endlich Freitag!” oder auch “Nur noch x Tage bis zum Wochenende” Bilder.

Diese Motive erfreuen sich großer Beliebtheit, werden gerne geteilt, es scheint, als ob die Republik sich auf kaum etwas so sehr freut, wie das kommende Wochenende.

Montags das gleiche Spiel, die Netzwerke sind voll mit Bildern, die ich einfach mal “Oh je, Montag!” Motive nenne.

Das Wochenende ist toll.

Die freien Tage lassen uns auftanken, wir können ordentlich feiern und eine gute Zeit mit uns selbst, Freunden und Familie haben.

Eine gute Zeit haben ist prima, aber was ist eigentlich mit der Zeit zwischen den Wochenenden?

Ist es tatsächlich so, dass es sich um 5 Tage die Woche handelt, in der es nichts Schöneres gibt, als sich auf das Wochenende zu freuen?

Und was hat das mit uns und den Jobs zu tun, denen wir nachgehen?

Ist es okay, das der Job ganz okay ist?

Angenommen, Du sagst, dass Dein Job ganz okay ist…

Ist es dann auch okay für Dich, dass Dein Job “nur ein Job” ist?

Wir alle müssen arbeiten, um unser Geld zu verdienen und unsere Miete und unsere Rechnungen zu bezahlen, und gut für uns und unsere Familien zu sorgen, und um uns etwas leisten zu können.

Um unseren Verpflichtungen nachzukommen, und unserer Vorstellung vom Leben nachzukommen, suchen wir uns Jobs, die dies ermöglichen.

Und was sind das für Jobs?

„Es ist halt ein Job“ höre und lese ich immer wieder, und das berührt mich sehr.

Denn ich habe auch einmal so gedacht.

Und es war ja auch bequem.

Ich hatte einen sehr sicheren Job, den ich schon mehr als 10 Jahre ausübte.

In meiner freien Zeit konnte ich diversen Hobbys nachgehen, trotzdem wurde ich unglücklich.

Bis ich schließlich verstand, dass ich einen Großteil meiner Lebenszeit in meinem Job verbringe und verbringen werde.

Auch meine Gesundheit brachte mich immer wieder zum Nachdenken.

Jeder Augenblick, den wir im Job verbringen, kostet uns Lebenszeit.

Die Zeit, die wir im Job verbringen ist Lebenszeit

Wir können sie nicht zurückholen.

Aber wir können uns erinnern.

An das, was wir während der Arbeitszeit gefühlt haben.

Wir können uns Momente zurückholen, die uns in Erinnerung geblieben sind.

Hat uns der Job erfüllt, oder war es halt nur ein Job?

Ist es okay, einer Arbeit nachzugehen, die… hmmm, ja, ganz okay ist?

Und ist es auch okay, dass ich einen großen Teil meiner Lebenszeit mit etwas verbringe, das “nur” okay ist?

Was will ich wirklich vom Leben?

Was willst Du vom Leben?

Das können ganz unterschiedliche Vorstellungen sein.

Schließlich sind wir verschieden.

Was für einen Job willst Du haben?

Die Frage ist, womit will ich einen Großteil meines Lebens verbringen?

Natürlich kann es sein, dass ein Routinejob für jemanden die Erfüllung darstellt.

Das ist auch völlig in Ordnung!

Aber für mich, für meine Person, ist es eben nicht okay, nur einen Job zu haben, der mir das nötige Geld einbringt, um meine Rechnungen bezahlen zu können.

Die Arbeit, die ich verrichte, die Lebenszeit, die ich investiere, soll mir neben dem monetären Auskommen vor allem Spaß und Freude bereiten, mich erfüllen und Herausforderungen bieten.

Damit ich an ihnen wachsen kann, damit ich stolz auf mich sein kann, wenn ich sie gemeistert habe.

Mittlerweile halte ich auch Misserfolge für eine überaus bereichernde Erfahrung, denn sie helfen mir, um aus ihnen zu lernen.

Genauso wichtig sind mir die Menschen, mit denen und für die ich arbeite.

Wertschätzung ist ein ganz wichtiger Wert für mich.

Ein ganz okayer Job, ist eben ganz okay, mehr aber auch nicht.

Worin liegt der Sinn in der Zeit zwischen Montag und Freitag?

Der Sinn meiner Arbeitswoche kann für mich nicht darin liegen, dass ich mich am Montag morgen nach dem Aufstehen schon auf das kommende Wochenende freue, und am Mittwoch das Bergfest zelebriere.

Auch das hat etwas mit meinem Selbstwert zu tun.

Ist es in Ordnung für mich, dass ich einen Job ausübe, der mich nicht erfüllt?

Bin ich mir genau das wert?

Ein ganz okayer Job?

Bist Du es Dir selber wert einen Job zu verrichten, der Dich erfüllt?

Ist es in meinem Sinne, dass ich einen Großteil meiner Lebenszeit einfach so verstreichen lasse, mit Beschäftigungen, die mich nicht fordern oder mich nerven oder ärgern?

Darf es sein, dass ich krank werde, weil ich mich in meinem Job nicht mehr wohlfühle?

Nein, das ist für mich nicht in Ordnung.

Absolut nicht.

Bei mir war das ein sehr langer Prozess, bis ich verstand, dass ich es mir selbst wert war, meinen sicheren Job an den Nagel zu hängen.

Um dann ins kalte Wasser zu springen.

Schließlich hatte ich einen sicheren Job, wir waren ein tolles Team, aber irgendwie passte es nicht mehr.

Zugegeben, heute würde ich einige Dinge anders machen.

Die Entscheidung den Job zu wechseln wäre vermutlich dieselbe, ich würde mir aber ganz exakt bewusst machen, was meine Stärken und Schwächen sind.

Darüber war ich mir damals nicht im Klaren.

Ich wusste nicht, wofür ich wirklich brenne.

Finde heraus, was Dich wirklich glücklich macht

Meine Strategie lautete: Weg von dem, was ich schon zur Genüge kenne.

Es sind Fragen wie diese, die ich mir hätte stellen können:

  • Wenn ich beruflich nur eine einzige Sache machen dürfte, welche wäre das dann?
  • Wofür zeige ich echtes Interesse?
  • Was wollte ich werden, als ich ein Kind war?
  • Was konnte ich als Kind so richtig gut?
  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würde ich dann machen?

Es würde darum gehen eine Idee zu bekommen, wie mein idealer Job aussehen würde.

Eine Tätigkeit, in die ich gerne mein Herzblut und meine Lebenszeit investieren würde.

Ich habe gebraucht, um mich zu positionieren, und mir klar und bewusst zu werden, wie mein Job eigentlich aussehen soll.

Und ich bin auch noch nicht 100%ig da, wo ich einmal hinwill, aber ich bin auf meinem Weg, ich liebe und lebe meinen Job, und genieße meine Lebenszeit, die ich darin investiere.

Ich werde immer klarer, und auch das erfüllt mich.

Hinschauen statt weggucken

Ich schaue heute genauer hin.

Das ist mir wichtig.

Es ist aus meiner Sicht übrigens überhaupt nicht bewertbar, ob sich jemand selbstständig macht, in seinem Job bleibt, oder einen Jobwechsel anstrebt.

Denn es ist bedeutungslos.

Entscheidend ist es, dass einem die Arbeit Spaß macht, dass man morgens gerne aufsteht und sich auf den bevorstehenden Tag freut.

Auf die Kollegen, das Arbeitsklima, den Chef oder Chefin und die Herausforderungen.

Und dass man am Ende des Monats die Rechnungen bezahlen, und sich etwas leisten kann.

Es geht darum, dass man nicht 8 und mehr Stunden eines Tages einfach so verstreichen lässt.

Jedem von uns stehen am Tag 24 Stunden zur Verfügung.

Es wäre doch schade, wenn wir ein Drittel mit Tätigkeiten verbringen, die uns keinen Spaß bringen.

Ich erinnere mich daran, dass ich mich an viele Tage in meinem alten Job einfach nicht mehr erinnern kann.

Und das ist sehr schade.

Wie ist das bei Dir? Wie verbringst Du Deine Lebenszeit von Montag bis Dienstag, ich bin sehr gespannt, was Du über dieses Thema denkst.

Es würde mich freuen, wenn Du diesen Artikel teilst, denn ich glaube, dass er für viele Menschen ein Denkanstoß sein kann, über das eigene Leben nachzudenken.

Ich wünsche Dir nur das Beste
Dein Michael

Nachhaltige Veränderung funktioniert dann, wenn wir dafür von uns selbst ein klares “JA” haben und wir mit unseren Zielen im Einklang sind. Dazu gehört auch Mut und der Wille, die eigene Komfortzone zu verlassen. Mein Name ist Michael und ich arbeite als Life- und Business Coach (IHK).

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