Arbeitspause

Wie Du Deine Komfortzone erweiterst, ohne auf die Nase zu fallen

17.01.2017 / Veröffentlicht in Blog

Eine neue Sprache lernen? Ein neuer Job? Die Welt bereisen? Herausforderungen gibt es viele. Auf der Suche nach neuen Erfahrungen kann es passieren, dass wir zu viel risikieren. Das birgt die Gefahr schlechte Erfahrungen zu machen, und uns darin bestätigt zu sehen, dass wir es gar nicht erst hätten versuchen sollen.

In diesem Artikel erfährst Du, wie Du Deine Komfortzone erweitern kannst, ohne zu große Risiken einzugehen.

Komfortzone, was ist das eigentlich?

Die Komfortzone ist der Bereich in unserem Leben, in dem wir uns souverän fühlen, in dem wir uns sehr gut auskennen.

Wir kennen unsere eigenen Grenzen, die wir respektieren und nicht überschreiten.

Man könnte auch sagen, dass dies die Zone ist, in der wir uns wohlfühlen.

Allerdings erfahren wir hier im Prinzip keinen Lernzuwachs.

Wir bewegen uns sicher, gekonnt und routiniert durch diese Zone.

Das Komfortzonenmodell

Nun gibt es aber nicht nur eine einzige Komfortzone.

Das Komfortzonenmodell definiert 3 Zonen.

Das ist die eigentlich Komfortzone, also die Zone, in der wir uns sehr gerne aufhalten.

Dann gibt es die Lernzone.

Die Lernzone beschreibt eine neue unbekannte Umgebung, die uns sicherlich fordern, aber nicht überfordern wird.

Und dann gibt es die noch die Panikzone.

Dies ist die Zone, die eine hohes Risiko des Scheiterns bietet.

Weil wir den Anforderungen in dieser Zone “noch” nicht gewachsen sind.

Vielleicht eines Tages, aber da wir die Lernzone überspringen, ist das Scheitern beinahe vorprogrammiert.

Warum das Verlassen der eigenen Komfortzone schwer fallen kann

Das Neue ist uns unbekannt.

Wir wissen nicht wirklich, was uns erwartet, wenn wir beschließen, dass wir neue Erfahrungen machen wollen.

Oder neue Dinge lernen wollen.

Das Vorhaben kann sich schwierig gestalten, herausfordernd sein.

Das wissen wir.

Und unser Unbewusstes weiß das auch.

Weil es uns vor schlechten Erfahrungen schützen will, wird es versuchen Vorhaben zu sabotieren, die ihm überaus unrealistisch erscheinen.

Das ist ehrenwert.

Aber leider hinderlich.

Der innere “Schweinehund” lässt freundlich grüßen.

Auch Angst kann eine Folge sein.

Wenn unser Kopfkino erst einmal loslegt, können ganze Dramen entstehen, ohne dass tatsächlich etwas passiert ist.

Diese Ängste sollten wir ernst nehmen, und genau prüfen, ob sich das Vorhaben lohnt.

Ist das Szenario zu unrealistisch, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir scheitern werden.

Und dann sind da noch die Selbstzweifel.

Jeder Mensch kennt sie, die eigenen gedanklichen Begrenzungen, der Glaube, dass wir nicht gut genug sind, um bestimmte Dinge zu erreichen.

Warum eigentlich die Komfortzone verlassen

Es ist doch toll, das wir unser Leben so eingerichtet haben, dass wir uns wohl fühlen.

Sicher, und trotzdem oder gerade deswegen kann es sein, dass sich immer wieder einmal der Wunsch meldet, neue Erfahrungen zu machen.

Wenn wir keine neuen Erfahrungen mehr machen, dann bleiben wir stehen.

Und können uns nicht weiterentwickeln.

Nicht wachsen.

Während sich die Welt um uns weiter dreht.

Das können wir natürlich so machen.

Aber wir sind ja nicht blind.

Wir erleben, wie sich die Dinge und Menschen verändern, während wir stehen bleiben.

Erfahrungsgemäß trägt dies nicht zum Wohlbefinden bei.

Vor allem, weil das Leben so viel zu bieten hat.

Bei der Erweiterung der Komfortzone geht es also um das Neue, in verträglichen Dosierungen.

Wie verlasse ich meine Komfortzone

Es könnte zum Beispiel sein, dass jemand den innigen Wunsch hegt, die Welt zu bereisen, sich aber nicht traut.

Wenn diese Person nun bisher nicht so weit außerhalb von dem eigenen Land umhergereist ist, kann dies eine echte Prüfung sein.

Dieser Mensch könnte direkt nach Australien, China (Panikzone!) oder ganz woanders hin reisen, es ist aber absehbar, dass Stress und ggf. auch Panik ein verlässlicher Reisebegleiter sein dürften.

Nehmen wir an, dass diese Person in Deutschland lebt.

Dann könnte sie ja auch zunächst einmal in nahegelegenden Länder reisen, wo vielleicht auch die deutsche Sprache nicht fremd ist.

Ich denke da zum Beispiel an Österreich oder die Schweiz (Lernzone).

Das ist aber natürlich meine rein subjektive Interpretation, aber ich hoffe, dass das Prinzip klar wird.

Es geht um Ziele, die realistisch sind.

Wenn jemand eher introvertiert ist, aber auch souverän Vorträge halten möchte, dann würde ich empfehlen, diese Kompetenz Schritt für Schritt aufzubauen.

Die Vorteile für die Erweiterung der eigenen Komfortzone liegen auf der Hand.

Diese können sein:

  • Etwas Neues Lernen
  • Inneres Wachstum
  • Ausbau eigener Kompetenzen
  • Wahrnehmung der eigenen Selbstwirksamkeit
  • Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins
  • Der Wunsch weitere neue Erfahrungen zu sammeln

Je mehr wir lernen, desto mehr werden wir wachsen.

Komforzone gelassen erweitern

Ich habe vorhin kurz über das eigene Kopfkino gesprochen, das entweder ein Drama oder sonstige Filme in unserem Kopf produzieren können.

Aus diesen können Ängste und Befürchtungen resultieren, die wir ernst nehmen sollten.

Wenn ein Vorhaben uns sprichwörtlich in Panik versetzt, dann ist es gut möglich, dass es tatsächlich in der Panikzone liegt.

Dann können wir überlegen, ob es gleich dieses Vorhaben sein muss.

Vielleicht können wir es modifizieren, sodass der Film in unserem Kopf auf jeden Fall ein Happy End enthält.

Es steht uns völlig frei, dies immer und immer wieder zu tun.

So lange, bis wir eine Idee von einem Vorhaben erhalten, dass wir uns tatsächlich zutrauen.

Es kann passieren, dass durch diesen Prozess am Ende subjektiv nur ein kleiner Schritt aus der Komfortzone übrig bleibt.

Dazu kann ich nur sagen: Wie großartig!

Lernzone

Auch ein kleiner Schritt ist mehr, als in der Komfortzone stecken zu bleiben.

Hilfreich ist es auch, wenn wir uns ein “Worst-Case-Szenario” ausmalen, und dieses dann betrachten.

Ist es tatsächlich so schlimm?

Genauso wie ein “Best-Case-Szenario”.

  • Wie wird es sein, wenn wir unser Vorhaben erreicht haben?
  • Wie werden wir uns fühlen?
  • Was werden wir gelernt haben?
  • Was wird unser Umfeld sagen?

Mit diesem Szenario sollten wir uns lange beschäftigen, so können Gefühle entstehen, die uns bei unserem Projekt in der Lernzone unterstützen werden.

Fazit:

Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Der kann noch so klein sein, ich versichere Dir, wenn er sich in der Lernzone befindet, dann wirst Du ihn meistern. Vermeide zu große Schritte, die sich in der Panikzone befinden. So wirst Du eine Menge Spaß haben, Du wirst lernen und wachsen.

Dabei wünsche ich Dir nur das Beste und jede Menge tolle Erfahrungen.

Vielleicht willst Du sie ja auch mit mir und meinen Leserinnen und Lesern teilen?

Ich freue mich darauf 🙂

Nur das Beste Dein
Michael

P.S.: Mir fällt hierzu noch ein tolles Zitat ein, es stammt von der Band “Die Fantastischen Vier”, und könnte gleichzeitig auch ein tolles Lebensmotto sein, es lautet:

“Du musst nicht Dein Leben ändern, Du musst Dein Ändern leben.” – aus dem Song “Name drauf”

Schön, oder?

Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares “JA” dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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