Grenzen setzen lernen – 5 Wege, um deutlich und bestimmt “Nein” zu sagen

Grenzen setzen lernen

Vielen Menschen fällt es wirklich schwer, “Nein” zu sagen.

“Kannst Du nicht mal eben…?”

“Kannst Du mir einen kleinen Gefallen tun?”

“Kannst Du das nicht machen?”

Es ist schön, Menschen zu helfen.

In allen Bereichen des Lebens.

Aber wenn die eigenen Grenzen überschritten werden, wird es schwierig…

Vermutlich denkt sich der Fragende auch gar nichts dabei, denn die gefragte Person könnte ja auch nein sagen.

Sie tut es aber nicht, und so denkt die Person, die gefragt hat, dass das schon so in Ordnung geht.

Kennst Du das Szenario, wenn Du Dich entscheidest “Ja” zu sagen, obwohl Du eigentlich “Nein” meinst?

Das ist wirklich ungünstig.

Es ist wichtig zu lernen, Deine Grenzen aufzuzeigen, immer dann, wenn Du das Gefühl hast, dass sich ein “Ja” nicht richtig für Dich anfühlt.

“Nein” zu sagen ist der erste Schritt, um wirksame Grenzen zu setzen.

Wenn Du weißt, wie Du eine Absage in Deinem Sinne formulieren kannst, erleichterst Du Dir Dein Leben.

Und deshalb habe ich heute einige Tipps für Dich

Sie werden Dir helfen “Nein” zu fast jedem sagen zu können, einschließlich Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen.

Je nachdem, wie das Anliegen, und von wem, an Dich herangetragen wird, kannst Du Dir eine Variante heraussuchen, oder auch kombinieren.

Zum Verständnis:

Es geht nicht darum, den anderen oder die andere vor den Kopf zu stoßen

Vielmehr geht es darum, dass Du der anderen Person zeigst, dass gerade Deine Grenze überschritten ist.

Damit machst Du Dich nicht unbeliebt (eine große Sorge harmoniebedürftiger Menschen…).

Im Gegenteil, Du schärfst Dein Profil, wirst greifbarer.

Dein Gegenüber weiß, woran er bei Dir ist.

Du bist dann ganz authentisch, ein Typ!

Und das kann der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Euch helfen.

Nein sagen kann schwerfallen, gerade bei den Menschen, die uns so sehr am Herzen liegen.

Oder welche, die einen starken Einfluss auf uns haben, Menschen, die uns beeindrucken.

Aber es ist niemandem geholfen, wenn Deine persönlichen Grenzen immer und immer wieder überschritten werden.

Das tut weh.

Es ist vielleicht ein Schritt, möglicherweise ein sehr großer Schritt aus Deiner Komfortzone

Denke immer daran: Auch hier macht Übung den Meister ;-)

Wie viel freier wird Dein Leben sein, wenn Du nur “Ja” sagst, wenn Du es wirklich so meinst?

  1. Das einfache Nein… Tun Dein Bestes, um “Nein” mit einem neutralen Tonfall zu sagen. Sag einfach “Nein”, ohne Erklärung. Eine Variante ist: “Es tut mir leid, Nein.” Der Schlüssel ist, dass Du Dich nicht damit anfängst, Dich zu rechtfertigen.
  2. Die höflichere Variante... im Sinne von: “Ich wünschte, ich könnte.” (Wenn nötig, folge mit: “Ich verstehe. Ich wünschte, ich könnte.”) Auch hier: Bitte eine Erklärungen.
  3. Zeige Deine Präferenz… “Ich möchte das lieber nicht tun.” (Wenn nötig, folge mit: “Ich verstehe. Ich würde es lieber nicht tun.”) Diesmal ist es deutlich, dass du eine klare Präferenz hast und dass die Präferenz “Nein” ist. Auch hier besteht keine Notwendigkeit, Dich zu erklären.
  4. Vielleicht, unter Deinen Bedingungen…  “Ich kann es derzeit nicht tun…” (Falls nötig: “Wie gesagt, ich kann es jetzt nicht, aber ich kann es tun, wenn…”) Dies ist ein bedingtes “Nein”. In einigen Fällen bist Du vielleicht bereit, “Ja” zu sagen, aber nur unter Deinen Bedingungen. Vermeide es, die andere Person davon zu überzeugen, dass dein Zustand richtig ist. Es spielt keine Rolle, wer recht hat. (Übrigens hast Du ein “Recht” darauf, Grenzen zu setzen, selbst wenn Du “falsch liegen solltest”.)
  5. Die Platte hat einen Sprung… Wenn die andere Person weiter und weiter argumentiert, kannst Du sagen: “Wie dem auch sei, ich will es nicht.” Wiederhole genau diesen Satz und nichts anderes, bis die andere Person keine Argumente mehr hat. Vermeide es erneut, Dich auf irgendein Argument oder eine Erklärung einzulassen.

Fazit

Klare Grenze, klare Sache.

Wie die Zäune in der Nachbarschaft, verhelfen Dir Deine Grenzen, klar aufzuzeigen, was für Dich in Ordnung ist, und was nicht.

Man weiß, woran man bei Dir ist.

Es ist so unbefriedigend, jemanden einen Gefallen zu tun, der grenzüberschreitend ist.

Ein schlechtes Gefühl bleibt zurück, bei Dir.

Und der andere weiß gar nicht, was gerade in Dir vorgeht.

Grenzen setzen ist auch eine Form der Selbstfürsorge.

Und so immens wichtig für das eigene Wohlbefinden.

Ich wünsche Dir überaus gute Erfahrungen, mit den fünf möglichen Wegen “Nein zu sagen.

Nur das Beste Dein Michael

Nachhaltige Veränderung funktioniert dann, wenn wir dafür von uns selbst ein klares “JA” haben und wir mit unseren Zielen im Einklang sind. Dazu gehört auch Mut und der Wille, die eigene Komfortzone zu verlassen. Mein Name ist Michael und ich arbeite als Life- und Business Coach (IHK).

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