Arbeitspause

Gefühle zulassen, der Schlüssel um die eigenen Bedürfnisse zu erkennen

07.03.2017 / Veröffentlicht in Blog, Persönlichkeitsentwicklung

Es gibt immer wieder Dinge, die wir nicht wahrhaben wollen.

Ich denke da an persönliche Niederlagen, Abschiede und Enttäuschungen.

Der Schmerz, den wir empfinden, ist äußerst unangenehm, er trifft uns im Innersten, und es liegt an uns selbst, wie wir damit umgehen.

Wir können die Gefühle zulassen, und diese Phasen durchleben, das ist natürlich und gehört zum Prozess der Veränderung dazu.

Und dann gibt es Menschen, die diese Gefühle verdrängen.

Immer und immer wieder.

Sie wollen nicht wahrhaben, was ist, das kann eine ganze Zeit gut gehen, aber überwunden ist der Schmerz damit noch lange nicht…

Gefühle zulassen – Warum eigentlich?

Ich persönlich glaube, dass Gefühle uns aufzeigen, dass gerade etwas in unserem Leben im Ungleichgewicht ist.

Sie können uns also als (Früh-)Warnsystem dienen, dafür müssen wir nichts tun, sie zeigen sich automatisch.

Nur… Wer möchte schon schlechte Gefühle durchleben?

Einfacher scheint es zu sein, diese zu verdrängen, sich abzulenken, Alkohol zu trinken, Schlaftabletten zu nehmen, und was uns noch so alles einfällt.

Denn das hilft, wenn auch nur für kurze Zeit.

Gefühle zulassen – Der große Denkfehler

Gefühle sind nichts Schlechtes, sie bieten großartige Gelegenheiten, sich mit sich selbst und dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen.

Und überhaupt erst einmal anzuerkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Ich bin dankbar für jedes Gefühl, das sich zeigt, es bietet mir die Chance, zu prüfen, was gerade los ist.

So kann ich mir überlegen, was ich verändern kann, um die Dinge in die richtige Richtung zu bringen.

Doch wie kann es gelingen, unangenehme Gefühle zuzulassen?

Schließlich ist es das eine, anzuerkennen, dass Gefühle eigentlich nichts anderes als Hinweise an uns sind, das andere ist, diese auch zuzulassen.

Gefühle zulassen – Die Beobachterrolle

Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass Du wahrnehmen kannst, dass es Dir gerade schlecht geht?

In dem Moment, wo dies geschieht, schlüpfst Du automatisch in die Beobachterrolle.

Du nimmst wahr, dass es Dir gerade schlecht geht, aus einer Position, in der Du anders auf die Dinge blicken kannst.

Anstatt die Gefühle zu verdrängen, kannst Du nun als “neutraler” Beobachter auf die Suche gehen, nach der Ursache, nach dem Bedürfnis hinter den Gefühlen.

Gestatte Dir, die Gefühle zu durchleben, zu weinen, zu fluchen, traurig und wütend zu sein.

Denn sie haben ihre Berechtigung, sie gehören in jeden Entwicklungsprozess.

Und nutze die Beobachterrolle, um zu verstehen, welches Bedürfnis bei Dir gerade zu kurz kommt.

Darum solltest Du Gefühle zulassen

Das hört sich vielleicht einfacher an, als es ist.

Und ganz sicher gehört auch Mut dazu.

Verdrängte und unterdrückte Gefühle zuzulassen, kann eine echte Herausforderung sein, die uns Angst verspüren lässt.

Angst vor Veränderung.

Wir werden uns bewusst, dass wir vielleicht ganz anders Leben möchten.

Und das, wo wir es uns gerade vermeintlich so heimelig eingerichtet haben.

Verletzen wollen wir ja auch niemanden.

Furcht vor den Konsequenzen kann eine logische Begründung dafür sein, einfach weiterzumachen, und alles beim Alten zu belassen.

Die Frage ist nur, ob uns das irgendwann glücklich werden lässt…

Gefühle zulassen lernen

Keine Gefühle zulassen können, wird uns unser gesamtes Leben daran hindern, das Leben zu führen, das wir uns wirklich wünschen.

Und ich habe vollstes Verständnis, wenn die Angst die Beantwortung der großen Fragen des Lebens behindert.

Nun ist es aber so, dass auch der längste Weg mit einem ersten Schritt beginnt.

Mit jedem Schritt wirst Du neue Erfahrungen sammeln.

Vielleicht schaust Du einfach mal, wie ein erster Schritt aussehen könnte, um Deine Gefühlswelt zu verändern.

Dazu bedarf es vermutlich einen kleinen Schritt aus Deiner Komfortzone.

Und Mut.

Nicht mehr und nicht weniger.

Es wird sich für Dich lohnen.

Fazit:

Gefühle zeigen auf, dass eines oder mehrere unser innersten Bedürfnisse zu kurz kommen.

Dies können wir für uns nutzen, um persönlich zu wachsen, und unser Leben so auszurichten, wie wir es uns eigentlich wünschen.

Das ist ein Prozess, der am sinnvollsten mit einem ersten kleinen Schritt beginnen sollte.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Nur das Beste

Dein Michael

 

 

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Michael

Über Michael

Ich bin zertifizierter Business Coach (IHK) und liebe Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung. Veränderung funktioniert dann nachhaltig, wenn wir ein klares "JA" dafür haben und wenn die Ziele, die wir uns setzen, nicht zu groß sind, und zu uns passen. Schritt für Schritt mutig aus der Komfortzone, vom Kleinen zum Großen.

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