Authentisch sein – Oder: Sei Du selbst, die anderen gibt es schon

authentisch

Es ist schon auffällig…

Ich suche oft nach Zerstreuung, indem ich einfach unterwegs bin und die Menschen beobachte.

In Cafés, auf der Strasse, im Bus, das finde ich überaus spannend!

Oft stellt sich das Ganze dann so dar:

Ich erlebe Menschen, die ähnliche, oberflächliche Unterhaltungen führen, so wie viele anderen auch:

“Und? Wie geht’s?”

“Danke, muss ja.”

Ich erspare Dir weitere Beispiele ;-)

Ich nehme wahr, dass sich diese Menschen in ihrem Verhalten so zeigen, wie so viele anderen auch.

Sie wirken austauschbar.

Und das verblüfft mich immer wieder.

Und es langweilt mich schnell.

Ich gebe zu, dass ich nur die Oberfläche dieser Situation betrachten kann, einen Bruchteil, konzentriert auf wenige Augenblicke.

Es ist mein eigenes Kopfkino, das zu meiner Einschätzung führt.

Das ist, zugegeben, ziemlich unfair…

Denn ich bekomme ja nur einen kurzen Eindruck der Wirkung auf mich durch dieser Personen.

Vielleicht tue ich diesen Personen mit meiner Einschätzung unrecht, und doch sind es immer ähnliche Beobachtungen, die ich mache.

Du musst wissen: Authentizität ist ein sehr hoher Wert von mir.

Und auch ich bin nicht perfekt und habe von Zeit zu Zeit eine Maske auf, meist passiert das unbewusst und ich freue mich darüber, das ich dies immer besser wahrnehme.

Denn dann kann ich mich bewusst entscheiden, sie wieder abzunehmen.

Um mich dann zu zeigen, wie ich wirklich bin.

Ich freue mich über Menschen, die aus der Masse hervorstechen, durch ihre Art, ihre Ecken und Kanten, durch ihre Macken.

Mich faszinieren Menschen, die sich so zeigen, wie sie wirklich sind.

Egal ob extro- oder introvertiert.

Authentisch

Ja, es gibt diese Menschen, aber sie scheinen in der Minderheit zu sein.

Sie faszinieren mich.

Und ich vergleiche sie mit denen, die mir offensichtlich mit einer Maske begegnen.

Oft sind es dann konkrete Fragen, die mir durch den Kopf geistern…

  • Worin liegt der Reiz, so zu sein, wie alle anderen?
  • Ist es die Sicherheit, nicht aufzufallen?
  • Die Gewissheit, sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen?
  • Warum spielen wir eigentlich Rollen?
  • Und wer legt diese fest?
  • Wer führt die Regie?
  • Und warum zeigen wir uns nicht so, wie wir wirklich sind?
  • Ist es die Angst, verletzt zu werden?
  • Ist es die Befürchtung, dass unser wahres ich nicht genügen könnte?
  • Wer bewertet das eigentlich?
  • Und was hat das eigentlich mit mir zu tun?
  • Vielleicht ist es die Mischung aus vielen vermeintlichen Gegebenheiten, die uns dazu bringen, uns Masken aufzusetzen…
  • Aber was ist eigentlich Authentizität?
  • Wie können wir uns überhaupt authentisch zeigen?

“Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu. Du machst hier bald mit einem Bekanntschaft, den ich genauso wenig kenne wie du.” – Udo Lindenberg

Ich finde es großartig, dass wir uns je nach Situation entscheiden können, wie wir uns zeigen.

Auch das ist Freiheit!

Für den eigenen Selbstwert halte ich es aber für wichtig, die eigene Persönlichkeit in die Welt hinauszutragen.

Immer dann, wenn es gerade passt.

Ich sage nicht, dass es nicht sinnvoll sein kann, in bestimmten Situationen, die dem Selbstschutz dienen, eine Maske aufzusetzen.

Denn vielleicht muss auch nicht jeder Mensch muss wissen, wie wir wirklich sind.

Und vielleicht ist es auch unrealistisch, 24 Stunden am Tag authentisch zu sein.

Aber es kann hilfreich sein, sich in den Systemen, in denen wir uns gerne bewegen, authentisch zu sein.

Vermutlich wirst Du mir an dieser Stelle recht geben?

Wenn wir es nicht gewohnt sind, uns authentisch zu zeigen, benötigen wir vermutlich Mut.

Und eine Entscheidung.

Es geht um unsere Identität, was nutzt sie uns, wenn wir das Leben oder die Rolle eines anderen spielen?

Dann sind wir austauschbar.

Den Begriff Authentizität verbinde ich automatisch mit dem Wort “Echtheit”.

Authentisch zu sein, bedeutet für mich, echt zu sein.

Greifbar.

Jemand, der auf mich authentisch wirkt, würde ich als Original bezeichnen

Im Sinne von: Auf Echtheit geprüft.

Ich glaube der Person, durch ihre Echtheit, die ich erlebe, dass ich weiß, mit wem ich es gerade zu tun habe.

Aber machen wir uns nichts vor, wir alle lassen uns, zumindest zeitweise, in unsere Rollen pressen.

Das ist angenehm, denn wir wissen, wie wir uns in unseren Systemen verhalten müssen.

Im Job, im Verein, im Privaten, wir wissen, wie der Hase läuft.

Gefährlich wird es aus meiner Sicht immer dann, wenn wir nicht zumindest ab und zu unsere Masken abnehmen.

Wenn wir uns nicht zeigen, in unserer Menschlichkeit.

Dann, wenn Professionalität keinen Platz mehr für unsere individuelle Note lässt.

Dann, wenn wir zu Schauspielern werden, die auch einen Oscar für ihre Leistung verdienen würden.

Wenn unser multidimensionales ich, je nach Situation genau das abliefert, was vermutlich von uns erwartet wird.

Ecken, Kanten und Macken sind dann nicht mehr zu erkennen.

Zuviel Make-Up für meinen Geschmack…

Fazit

Wir sind keine Maschinen.

Wir sind keine Computerprogramme, die fehlerlos funktionieren müssen.

Wenn wir unsere Rollen perfekt spielen, macht uns das dann glücklich?

Macht es uns glücklich, so zu sein, wie alle anderen?

Worin unterscheiden wir uns, wenn wir alles genauso machen, wie alle anderen?

Du bist ein Individuum, mit all Deinen Stärken, Ecken, Kanten und Macken.

Und das ist sehr schön.

Zu schade, wenn die Welt daran nicht partizipieren kann.

Warum muss eigentlich immer alles perfekt sein?

Ich bin mir sicher, dass unter all den Masken, die uns täglich begegnen so viel mehr zu entdecken ist.

Sei Du selbst, denn die anderen gibt es schon.

Nur das Beste

Dein Michael

Nachhaltige Veränderung funktioniert dann, wenn wir dafür von uns selbst ein klares “JA” haben und wir mit unseren Zielen im Einklang sind. Dazu gehört auch Mut und der Wille, die eigene Komfortzone zu verlassen. Mein Name ist Michael und ich arbeite als Life- und Business Coach (IHK).

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